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Rund ums Ski fahren

Man stelle sich einmal vor, man ist irgendwo im nirgendwo und zwar in der winterlichen Mongolei vor rund 6.000 Jahren... In der Hand hält man Pfeil und Bogen, um am allerbesten einen großen Büffel zu jagen, und an den Füßen da trägt man Skier. Im Kontrast dazu und rund 6.000 Jahre später haben gutbetuchte Damen und Herren im Münchener „Schnee Schuhverein“ selbstgebastelte Skier unter ihren Füßen und sausen die Pisten hinunter, wenn auch etwas wackelig. Aber nichts mehr von Existenzsicherung und Lebensmittelbeschaffung. Schon längst hat die feine Gesellschaft Ende des 19. Jahrhunderts erkannt, das Ski fahren eine vergnügliche Freizeitbeschäftigung sein kann.
Zwar wurde das Ski fahren um 1771 in einer Ode besungen, dennoch dauert es fast ein Jahrhundert bis es dann auch von Skandinavien nach Deutschland, Österreich und die Schweiz herüberschwappte. Aber immer noch diente bis ins 20, Jahrhundert das Ski fahren einem nützlichen Zweck. Festgehalten beispielsweise sind die mutigen Postboten aus dem Harz, die 1886 mit Skiern Briefe und Pakete durch das schneebedeckte Gebiet brachten und Hindenburg ließ 1892 alle Kriegsschulabsolventen mit Skiern ausstatten.
In den 1950ern wurde das Ski fahren dann massentauglich. Überall dort, wo es Berge und genügend Schnee in den Wintermonaten vorhanden waren, entstanden auch Resorts, Liftanlagen und präparierte Pisten. Und heute, da gehört Ski fahren für den Winterurlaub einfach dazu.

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